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Haare färben in der Schwangerschaft: Ja oder nein?
Egal ob Strähnen für die Typveränderung oder das Abdecken von Ansätzen - das Haare färben gehört bei vielen Frauen einfach dazu. Dabei kommt jedoch Chemie zum Einsatz, was die Frage aufwirft, ob Haare färben in der Schwangerschaft schädlich ist. Wir haben dazu alle Aspekte für euch recherchiert:
Ist Haarefärben in der Schwangerschaft gefährlich?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Damit ihr die Materie genau versteht, hier eine kurze Erklärung, wie Haare färben funktioniert: Mit permanenten Haarfarben und Oxidationsmitteln wird die Haarstruktur aufgebrochen, damit die Farbe in die inneren Schichten eindringen kann. Es werden also chemische Prozesse ausgelöst.
Fest steht, dass chemische Substanzen über die Haut in den Blutkreislauf der Mutter kommen können. Die Formulierungen der Haarfarben werden im deutschsprachigen Raum aber streng kontrolliert und mögliche Schadstoffe kommen nur in geringen Mengen vor.
Es gibt keine nennenswerten Studien darüber, dass Haare färben gesundheitsschädlich für das ungeborene Kind wäre. Dennoch empfehlen Experten, so wenig wie möglich mit Chemikalien in Berührung zu kommen, da der Einfluss auf das Baby nicht komplett erforscht ist.
Auch der Fortschritt der Schwangerschaft spielt eine Rolle. Bis zur 12. Schwangerschaftswoche ist bei vielen Dingen besondere Vorsicht geboten. Wenn du auf Nummer Sicher gehen möchtest, verzichtest du auf Haare färben in der Schwangerschaft zumindest im 1. Trimester bzw. hältst du Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin des Vertrauens.
No-Go: Haare blondieren in der Schwangerschaft
Die permanente Haarfarbe ist nicht das einzige Mittel, bei dem in der Schwangerschaft zur Vorsicht geraten wird. Auch beim Bleichen der Haare kommen chemische Substanzen wie Wasserstoffperoxid (sogar zu einem höheren Anteil) und Ammoniak zum Einsatz. Schwangere sollten Blondierungen, besonders wenn sie direkt auf die Kopfhaut kommen, vermeiden.
Haare färben in der Schwangerschaft: Alternativen
Du willst während der Schwangerschaft nicht komplett auf Farbe verzichten? Pflanzliche Haarfarben wie Henna, schonende Tönungen, alternative Strähnentechniken, aber auch Ansatzsprays und Farbshampoos können eine Alternative sein.
Haare färben in der Schwangerschaft ohne Ammoniak
Es gibt keine offizielle Empfehlung für eine spezielle Haarfarbe, die Schwangere benutzen sollten. Wer auf Chemie verzichten möchte, kann auf Henna oder andere pflanzliche Haarfärbemittel ohne Ammoniak zurückgreifen.
Haare tönen in der Schwangerschaft
Tönungen enthalten in der Regel weniger bedenkliche Inhaltsstoffe. Sie brauchen in der Regel weniger Wasserstoffperoxid, da die Farbe das Haar nicht durchdringen muss, sondern sich um die Haarstruktur legt. Trotzdem sollte man einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen. Nicht-europäische Produkte enthalten oft den schädlichen Stoff PPD, den man auf jeden Fall vermeiden sollte.
Strähnen in der Schwangerschaft
Der Vorteil von Strähnen gegenüber einer kompletten Färbung liegt darin, dass man den Ansatz nicht mitfärben muss und daher kein Kontakt zur Kopfhaut gegeben ist. Besonders beliebt sind derzeit Lowlights, Babylights oder braune Haare mit Karamell-Highlights.
Balayage in der Schwangerschaft
Auch bei der Balayage-Färbetechnik wird die Farbe nicht direkt an der Kopfhaut angesetzt und es gelangt kein oder nur wenig Färbemittel an die Haut.
Farbshampoos und Farbmasken
Farbshampoos und -masken sind eine natürliche Methode, die Haare zu tönen. Sie sind einfach wie jedes andere Shampoo oder jede herkömmliche Haarkur anzuwenden. Man sollte lediglich Handschuhe tragen, um das Verfärben der Haut zu vermeiden.
Ansatzspray
Willst du nur den Ansatz überdecken, empfehlen wir dir einen Ansatzspray oder ein Ansatzkaschierpuder zu verwenden.
Haare färben in der Schwangerschaft mit Hausmitteln
Mit natürlichen Hausmitteln können die Haare sowohl aufgehellt als auch dunkler gefärbt werden.
Hausmittel zum Aufhellen
- Kamille
- Zitronensaft
Hausmittel zum Abdunkeln
- Schwarztee
- Kaffee
Haare färben in der Schwangerschaft: Worauf achten?
Haare färben - ja oder nein? Das musst du selbst mit deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin besprechen und abschätzen. Folgende Tipps zum Haare färben in der Schwangerschaft solltest du aber auf jeden Fall beachten:
- Inhaltsstoffe genau durchlesen und kontrollieren.
- Den Hautkontakt mit der Haarfarbe reduzieren (zum Beispiel nur Strähnen färben).
- Beim Selberfärben undurchlässige Gummihandschuhe verwenden.
- Das Mittel nicht länger als nötig einwirken lassen.
- Die Farbe gründlich ausspülen.
Schwangerschaft und Haare färben: Unser Fazit
Beim Thema Haare färben in der Schwangerschaft sind viele Frauen verunsichert. Ob man weiterhin färben, stattdessen tönen oder ganz darauf verzichten möchte, bleibt jeder Frau selbst überlassen. Am besten, du lässt dich von deinem Arzt oder deiner Ärztin beraten!
Häufig gestellte Fragen
Darf man in der Schwangerschaft Haare färben?
Bei den in der EU gängigen Haarfärbemitteln besteht kein wissenschaftlich begründbarer Einwand. Wir empfehlen im Einzelfall trotzdem das Thema Haare färben in der Schwangerschaft mit dem Arzt oder der Ärztin des Vertrauens abzuklären.
Warum darf man in der Schwangerschaft keine Haare färben?
Das Haarefärben ist ein chemischer Prozess, bei dem Schadstoffe über die Kopfhaut in den Blutkreislauf gelangen können.
Haare färben Schwangerschaft: Ab wann?
Besonders in der sensiblen Phase der frühen Schwangerschaft (bis zur 12. Schwangerschaftswoche) sollte man auf das Haarefärben verzichten.
Was muss man beim Haare färben während der Stillzeit beachten?
Auch in der Stillzeit ist der Übergang von schädlichen Inhaltsstoffen der Haarfarbe mit der Muttermilch auf das Baby nicht ausgeschlossen. In dieser Zeit gelten dieselben Regeln wie in der Schwangerschaft.